Ernährung der Katze

Katzen sind strikt carnivore (fleischfressende) Tiere und sollten dementsprechend auch gefüttert werden. Um möglichst die “Zickereien” um das Futter zu umgehen, ist es wichtig, dass die Katzenwelpen mit allerlei verschiedenen Sorten und Firmen von Dosen- und Trockenfutter bekanntgemacht werden. Im Allgemeinen sollte man auf hochwertiges Futter achten, aber der Fütterung selbst nicht so viel Beachtung schenken, keine Bauernhofkatze ist bisher verhungert.

Eiweiß

Eiweiß

Eiweiß kommt vor allem in Fleisch vor, darin sind auch sämtliche essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren enthalten, so dass eigentlich kein Mangel entstehen kann. Problematisch ist lediglich die essentielle Aminosäure Taurin, diese kommt zwar ausreichend im Fleisch vor, durch die Hitzebehandlung des Futters wird ihre Verwertbarkeit aber herabgesetzt, so dass Taurin im Fertigfutter zugesetzt wird.

Fett

Fett

Die Katze benötigt die Fettsäure Linolsäure. Diese kommt in weichen tierischen Fetten vor und in vielen Pflanzenölen. Eine Mangelernährung ist aber äußerst selten.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate (Stärke, Zucker) sind für Katzen nicht essentiell. Die Verträglichkeit für Kohlenhydrate ist begrenzt, am besten werden aufgeschlossene Kohlenhydrate wie gekochte Kartoffeln, Reis und Nudeln vertragen. Ein Zuviel davon bewirkt Durchfall. Zucker sollte nicht im Futter enthalten sein. Katzen haben auf der Zunge keine Rezeptoren für süß, so dass sie geschmacklich auch nichts davon haben. Es verursacht lediglich Karies. Auch Laktose (Milchzucker) ist nur begrenzt verträglich. Nur Katzenwelpen können Laktose verwerten. Nach der Säugezeit sinkt die Verträglichkeit schnell, es sei denn, die Katzen werden weiterhin mit Milch gefüttert.

Wasser

Wasser

Katzen können den Harn sehr hoch konzentrieren und der Flüssigkeitsbedarf wird weitgehend über das Dosenfutter gedeckt. Trotzdem sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Muss die Katze aus gesundheitlichen Gründen (z. B. Harnsteine) mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, kann man ein paar Tropfen Kondensmilch, Sahne, ein Schluck Brühe oder etwas Hefe hinzufügen.

Katzen in der Wildnis trinken grundsätzlich in einiger Entfernung zu der Stelle, an der sie fressen. Wir sollten ihr das auch bei uns ermöglichen.

Fütterung

Fütterung

Frequenz

  • Katzen bis 6 Monate: 3x pro Tag
  • Katzen ab 6 Monate: 2 x pro Tag
  • Trockenfutter kann stehen bleiben, Dosenfutter nach einiger Zeit entfernen

Akzeptanz

  • Tierisches Eiweiß wird besser gefressen als pflanzliches (Soja)
  • Tierisches Fett wird gerne gefressen, pflanzliches Öl ist aber auch kein Problem
  • Kohlenhydrate nur begrenzt anbieten, werden aber auch nicht gerne gefressen

Futtermittelarten

Futtermittelarten

Alleinfuttermittel

Diese sind langfristig als alleinige Futtermittel geeignet sind, ohne dass gesundheitliche Schäden auftreten.

Trockenfuttermittel haben eine Trockensubstanz von ca. 88 %, sie bestehen aus getrocknetem Fleisch, Gefrierfleisch, Schlachtabfällen, Blut, Getreide, pfl. Bestandteilen, Mineralien und Vitaminen

Nassfuttermittel (Dosenfutter) haben eine Trockensubstanz von 20-25 %, sie bestehen aus Fleisch, Innereien, Schlachtabfällen, Blut, Getreide, pfl. Bestandteilen, Mineralien und Vitaminen

Ergänzungsfuttermittel

Hierbei handelt es sich meist Mineralstoffmischungen. Diese werden eingesetzt bei Mangelerscheinungen, Erkrankungen oder selbst zubereitetem  Futter.

BARF - Biologische artgerechte Rohfleischfütterung

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Fleisch, Fisch, Knochen, Obst und Gemüse und Ergänzungsfuttermitteln. Die Futtermenge ist abhängig von dem Körpergewicht der Katze und sollte zwischen 4 bis 8 % liegen. Die verschiedenen Futtersorten werden an Hand eines Wochenplanes zusammengestellt.

Gern berate ich Sie zur Zusammenstellung des Futters und zur Umstellung der Fütterung Ihres Tieres auf BARF.

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