Vor dem Hundekauf

Der Kauf eines Hundes ist eine Entscheidung, die gut überlegt sein will. Viele Hunde erreichen ein Alter zwischen 8 und 16 Jahren. Für diese Zeit legen Sie sich fest, wenn Sie die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen, welches Sie über seine gesamte Lebenszeit mit den Verhaltensqualitäten eines Kleinkindes erfreut.

Kosten

Kosten

Zunächst kostet ein Tier Geld - hier ist der Kaufpreis noch der kleinste Betrag. Futter, Impfungen, ggf. Versicherung, Einbauten für das Auto, Hundesteuer, Pflegekosten, Spielzeug (ja - dazu zählen auch die zerkauten Stiefel...). Soweit zu Ihrer Investition. Rechnen Sie allerdings die vielen Stunden vergnügter Zweisamkeit, die Ihnen ein Hund bescheren kann, in Kinokarten um, so sollte deren Gegenwert die Investition mehr als nur aufwiegen.

Zeit

Zeit

Die Zeit sollte bedacht werden, die Ihr neues Familienmitglied beansprucht: jeden Tag Futter bereiten, evtl. Gassi gehen, und natürlich viel spielen - all das braucht ein Hund einfach, um auf Dauer gesund und glücklich bei Ihnen zu leben.

Gesundheit

Gesundheit

Falls unter den Mitgliedern Ihrer Wohnung ein für Tierhaare empfindlicher Allergiker ist, ist das Thema Hund generell erledigt. Solche Allergien können jedoch auch noch nach gewisser Zeit erworben werden - was passiert dann mit dem Tier? Ein lieber Verwandter, der ggf. noch Platz für einen zweiten Hund hätte - oder Abschiebehaft im Tierheim?

Urlaub

Urlaub

Sie können sich Ihre Urlaubsziele so aussuchen, dass Ihr neues Familienmitglied mitkommen darf. Das wird natürlich schon eine merkliche Einschränkung bedeuten. Alternativen sind die Hundepension (kostenpflichtig), oder  Verwandte / Freunde, die das Tier kennen und gut mit ihm zurecht kommen.

Kinder

Kinder

Kleine Welpen sehen soooo niedlich aus. Mancher wird bei den freudestrahlenden Augen des begeisterten Sohnes / Tochter schwach und kann den Wunsch nach einem tierischen Spielgefährten nicht einfach abschlagen. Meistens wird dieser Wunsch auch noch von dem Versprechen begleitet, sich bestimmt immer gut um das Tier zu kümmern. Doch: Wollen alle in der Familie einen Hund? Haben Sie als Elternteil die Zeit, die Aufgabe zu übernehmen, wenn Ihr Kind keine Lust mehr hat?

Fangen Sie ruhig erst mal klein an: Gehen Sie mit Ihrem Kind ins Tierheim und führen Sie mit ihm für einige Wochen regelmäßig ein Tier aus - damit tun Sie gemeinsam ein gutes Werk und verhindern vielleicht, dass auch Ihr Tier irgendwann ein freudloses Heimleben fristen muss. Ist diese erste Hürde gemeistert, dann kann die Übernahme von Verantwortung für ein anderes Lebewesen durchaus auch gut für die Charakterbildung Ihres Kindes sein.

Rasse

Rasse

Verschiedene Hunderassen haben nicht nur unterschiedliche Ansprüche an Futter, Bewegung, Beschäftigung und Erziehung, sondern auch verschiedene Gemüter. Informieren Sie sich rechtzeitig und umfassend, damit Sie sich später gut miteinander verstehen.

Sie sollten auf jeden Fall mehrere Züchter aufsuchen, sich die Welpen anschauen und das Muttertier zeigen lassen, sowie ggf. den Stammbaum prüfen. Gehen Sie ruhig mehrmals hin, und kaufen Sie niemals ein Tier aus Mitleid oder in Eile. Ich empfehle Ihnen übrigens, ein Tier ohne Impfungen zu kaufen und notwendige Impfungen ggf. in Eigenregie zu organisieren.

Erziehung

Erziehung

Ein Hund BRAUCHT Erziehung. Zu diesem Zweck sollten Sie eine Hundeschule besuchen und sich rechtzeitig einige gute Bücher kaufen (siehe meine Buchempfehlungen). Auf jeden Fall kostet Erziehung viel Zeit und regelmäßige Beschäftigung. Die Prägungszeit eines Hundes liegt etwa zwischen seiner 8. und 12. Lebenswoche - diese Zeit dürfen Sie keinesfalls ungenutzt verstreichen lassen.

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