Ernährung
Nährstoffe
Nährstoffe
Karnivoren (Fleischfresser) in der freien Wildbahn fressen ihre Beutetiere fast vollständig auf, d. h. nicht nur das Muskelfleisch sondern auch die Organe mit Inhalt, Knochen und Haut. Ihr Verdauungssystem ist auf diese Nahrung vorbereitet und ihr Körper erwartet die Zufuhr der entsprechenden Nährstoffe.
Bei der Hundefütterung versucht man dieser Tatsache gerecht zu werden.
Die Energiezufuhr des Futters kann über Kohlehydrate (Stärke, Zucker) und Fett erfolgen. Kohlehydrate können von Hunden in größeren Mengen nicht verdaut werden und sollten daher nur begrenzt gefüttert werden. Die Stärke sollte erhitzt werden, was die Verdaulichkeit erhöht, Zucker sollte in der Ration nicht enthalten sein. Laktosereiche (milchzuckerreiche) Produkte (Milch, Milchpulver) können Durchfall hervorrufen, man weicht besser auf Quark und Käse aus, da diese wenig Laktose enthalten.
Fette werden von Hunden sehr gut verdaut und auch sehr gerne gefressen. Tierische Fette erhöhen die Akzeptanz des Futters.
Proteine (Eiweiß) können aus tierische aber auch pflanzlicher Herkunft verfüttert werden, wobei das pflanzliche Protein weniger gern gefressen wird.
Der Mineral-, Spurenelemente- und Vitamin-Bedarf der Hunde ist linear abhängig vom Körpergewicht. Säugende oder wachsende Tiere brauchen ungefähr die doppelte Menge.
Fütterung
Fütterung
Akzeptanz
- reine Fleischmahlzeiten werden gerne gefressen
- im Allgemeinen wird Feuchtfutter besser als Trockenfutter gefressen
- pelletiertes Futter besser als mehlförmiges
- fett- und proteinreiches Futter besser als kohlehydrat- und rohfaserreiches
Häufigkeit und Rhythmus der Fütterung
- ausgewachsene gesunde Hunde: 1 x pro Tag
- Junghunde, Rassen mit Neigung zur Magendrehung: mehrmals am Tag
- laktierende Hündinnen: mehrmals am Tag
- adipöse (fettleibige) Tiere: mehrmals am Tag
- Wasser: immer frisch und zur freien Verfügung, Bedarf: 40-70 ml/kg Lebendmasse pro Tag
Futtermittelarten
Futtermittelarten
Alleinfuttermittel
Diese sind langfristig als alleinige Futtermittel geeignet sind, ohne dass gesundheitliche Schäden auftreten.
Trockenfuttermittel haben eine Trockensubstanz von ca. 88 %, sie bestehen aus getrocknetem Fleisch, Gefrierfleisch, Schlachtabfällen, Blut, Getreide, pfl. Bestandteilen, Mineralien und Vitaminen.
Nassfuttermittel (Dosenfutter) haben eine Trockensubstanz von 20-25 %, sie bestehen aus Fleisch, Innereinen, Schlachtabfällen, Blut, Getreide, pfl. Bestandteilen, Mineralien und Vitaminen.
Ergänzungsfuttermittel
Hierbei handelt es sich sind meist Mineralstoffmischungen. Diese werden eingesetzt bei Mangelerscheinungen, Erkrankungen oder selbst zubereitetem Futter.
BARF - Biologische artgerechte Rohfleischfütterung
Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Fleisch, Fleisch-Knochen, Obst und Gemüse und Ergänzungsfuttermitteln. Bitte nicht einfach nur reines Fleisch füttern, das führt zu einer Mangelernährung. Die Futtermenge ist abhängig von dem Körpergewicht des Hundes und sollte zwischen 2-3 % liegen. Die daraus ermittelte Futtermenge wird aufgeteilt in 30 % Obst und Gemüse und 70 % Fleisch und Fleisch-Knochen, wobei sich diese 70 % wieder aufteilen in 70 % Fleisch-Knochen und 30 % Fleisch.
Gern berate ich Sie zur Zusammenstellung des Futters und zur Umstellung der Fütterung Ihres Tieres auf BARF.

