Hunderassen

Der Urahn aller Hunde ist der Wolf, in dessen Rasseneigenschaften während der Domestizierung gezielt durch Zucht eingegriffen wurde, um bestimmte Eigenschaften zu verstärken und andere abzuschwächen, bzw. zu eliminieren. Die meisten angezüchteten Eigenschaften werden allerdings heute nicht mehr gebraucht. Durch Zucht wurde versucht, Hunde familientauglich zu erziehen. Dies ist jedoch nur teilweise gelungen.

Hunde werden oft nicht nach ihren Veranlagungen gehalten und nicht genügend gefordert. Langeweile und Frust sind das Ergebnis, im Extremfall folgen hieraus Verhaltensstörungen. Daher sollte man sich stets mit den besonderen Eigenschaften der Rasse seines Hundes auseinandersetzen, sowie Erziehung, Haltung und Pflege darauf abstimmen. Entsprechende Auskünfte erteilen Hundehalterverbände und Tierzüchter.

Begleithunde

Begleithunde

Als Familienhunde gezüchtet, sind sie oft Miniaturausgaben der größeren Rassen. Sie sind treu und anhänglich, hochgezüchteten Rassen leiden jedoch oft unter gesundheitlichen Problemen.

Beispiele:  Cavalier King Charles Spaniel, Chihuahua, Dt. Zwergspitz, Papillon, Zwergpudel, Bologneser, Mops, Pekinese, Malteser

Jagdhunde

Jagdhunde

Ursprünglich Helfer und Begleiter des Jägers. Sie werden als freundlich, anhänglich und folgsam charakterisiert und sind daher zum Familienhund geword

  • Beispiel Apportierhunde: Spaniel, Retriever, Setter
  • Beispiel Vorstehhunde: Pointer, Weimeraner, Münsterländer, Dt. Drahthaar, Magyer Vizsla

Hirten- und Hütehunde

Hirten- und Hütehunde

Ursprünglich große und kräftige Hunde, die die Herde vor Raubtieren schützen sollten, später wurden mehr kleinere und schnellere Rassen eingesetzt um die Herde besser steuern zu können. Heute werden sie zum Teil auch als Familienhunde gehalt

  • Beispiel Schäferhunde: Collie, Bobtail, Deutscher Schäferhund, Tervueren
  • Beispiel Viehtreiber: Riesenschnautzer, Briard
  • Ziegenhüter: Komondor, Pyrenäenberghund, Appenzeller Sennenhund

Lauf- und Windhunde

Lauf- und Windhunde

Meist mittelgroße Hunde, die ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden - entweder auf Ausdauer oder auf Schnelligkeit. Es wird unterschieden in Sichthetzer (z.B. Afghane) und Fährtenhunde (z.B. Bloodhound). Durch ihren ausgeprägten Jagdtrieb sind sie wenig als Familienhund geeignet. Sie sind Streun

  • Beispiel für die Kaninchenjagd: Basset, Beagle, Dunker
  • Beispiel für die Dachsjagd: Dackel
  • Beispiel für die Wolfsjagd: Barsoi, Afghanischer Windhund
  • Beispiel für die Gazellenjagd: Saluki
  • Beispiel für die Löwenjagd: Rhodesian Ridgeback

Terrier

Terrier

Abgeleitet von Terra = Erde. Viele Terrier wurden ursprünglich auf dem Bauernhof als Rattenfänger gehalten, jetzt vor allem als Wohnungshund. Ihr Wesen ist aufgeweckt, neugierig, lebhaft, wachsam und sehr mutig. In ihrem Drang, die Welt zu erkunden, nutzen sie gerne die Gelegenheit, sich selbständig zu machen. Untereinander vertragen sie sich oft nicht gut. Sie sind definitiv keine Schoßhunde.

Beispiele: Bullterrier, Jack-Russel-Terrier, Foxterrier, Westi, Yorkshire Terrier, Dt. Jagdterrier, Pinscher, Schnauzer

Gebrauchshunde

Gebrauchshunde

Dies ist die Bezeichnung für unterschiedlichste Arten von Arbeitshunden.

Schutz- und Wachhunde: Der Territorialtrieb des Hundes wird genutzt. Beispiele: Boxer, Mastiff, Leonberger, Dobermann, Rottweiler

Bullenbeißer: Für Tierkämpfe, die im England des 16. - 18. Jahrhunderts Mode waren, wurden diese Hunde gezüchtet. Beispiele: Olde English Bulldogge, Bullterrier

Schlittenhunde: Chinook, Alaskan Malamute, Eskimohund, Grönlandhund, Sibirian Husky

Kutschenbegleiter: Dalmatiner

Fischerhunde: Neufundländer

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