Startseite



Startseite

Die Niere ist ein Filter, mit der Aufgabe, giftige Stoffwechselprodukte aus dem Körper auszuscheiden. Besenreiser können chemisch und mit Lichtenergie beseitigt werden. Bei der sogenannten Sklerosierung wird ein alkoholhaltiges Mittel in die Vene gespritzt. Das reizt die Venenwände, wodurch sie verkleben und sich verschließen. Der Körper baut die verödeten Venen dann nach und nach ab. Meist sind mehrere Sitzungen nötig, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Das gilt auch für die Laserbehandlung, bei der die Besenreiser mit Lichtenergie behandelt werden. Der rote Blutfarbstoff im Gefäß nimmt die Lichtenergie auf, wodurch die Gefäßwände geschädigt werden, was ebenfalls zu deren Absterben führt.

Überraschende Kombinationen mit einer Prise molekulargastronomischer Innovationsfreude sind auch die wichtigsten Ingredienzien der Küche des Sureny, die zudem einem kulinarischen Charakteristikum der Region Reverenz erweist: Das nennt sich mar i muntanya, auf Deutsch Meer und Gebirge, was wiederum nichts anderes bedeutet als die bei uns eher unübliche Verbindung von Fleisch und Fisch bzw. Meeresfrüchten.

Inmitten all der inszenierten, aber dennoch ziemlich unübersichtlichen Jugendlichkeit sticht ein grauer Haarschopf hervor. Er gehört Christa Höhs, 72, Inhaberin von „Senior Models, der weltweit ersten Agentur, die sich auf die Arbeit mit reiferen Fotomodellen spezialisiert hat.

Der Wettkampf in Niedersachsen, bei dem ich dabei war, war für mich wie ein Paralleluniversum. Wir waren dort in einer hässlichen Halle, in der wir Stunden vor dem eigentlichen Wettkampf angekommen sind. Die Umkleiden waren winzig. Die meisten Teilnehmerinnen lagen alle völlig dehydriert in dem kleinen Raum und schienen fertig mit den Nerven. Bei manchen habe ich mich gefragt, ob sie es überhaupt auf die Bühne schaffen. Die Stimmung war aber trotzdem sehr konzentriert. Jeder war mit sich selbst beschäftigt, die Frauen schminkten sich, wurden mit dieser typischen braunen Farbe eingeschmiert, letzte Posen wurden geübt. Es gab kein Gezicke unter den Frauen hinter der Bühne. Was aber total skurril war: Manche Frauen, vor allem die jüngeren, hatten ihren Vater oder Freund dabei, die sie wie ein Coach gepusht haben. »Du schaffst das! Durchhalten« - obwohl die Mädchen total am Ende waren. Réka hatte zwar Begleitung, für sie war der Wettkampf aber eine völlig autonome Entscheidung.

Er verschiebt dauernd den Widerspruch, um es mit Hegel auszudrücken, und setzt sich auf solche Weise umso hilfloser der Unerbittlichkeit aus, der Unversöhnlichkeit, ohne die der Widerspruch einzig ein vorgetäuschter ist. „Die gewöhnliche Zärtlichkeit für die Dinge, die nur dafür sorgt, dass diese sich nicht widersprechen, vergisst hier wie sonst, dass damit der Widerspruch nicht aufgelöst, sondern nur anderswohin geschoben wird, heißt es an einer Stelle in Hegels Logik. Dass dieser Diskurs gelegentlich in Trivialitäten abgleitet, in die Tautologie, das „Dogma des Homogenen, Reinen, Völkischen verenge die Welt, hat weniger mit der Notwendigkeit zu tun, in einer Zeit gesteigerter Verblendung das Offensichtliche wiederholen zu müssen, als damit, dass man trivial wird, wenn man sich einschüchtern lässt und unfrei in der Zweideutigkeit eines ständigen Schwankens zwischen Unterschied und Unterschiedslosigkeit Zuflucht sucht.

In Deutschland werden die Schafe in der Regel einmal im Jahr, von April bis Mitte Juni, geschoren. Das geschorene Fell der Schafe nennt man auch Vlies. Die beste Wolle wächst auf dem Rücken und an den Seiten. Im Durchschnitt liefert jedes Schaf je nach Rasse und Alter heute 3,5 Kilogramm Wolle. Durch die Züchtungen der vergangenen Jahrhunderte hat sich die Menge ungefähr verdreifacht.

Zwei junge Männer stehen an einem Tisch in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg und schlürfen Austern. Sie tragen kurze Hosen, ausgeleierte T-Shirts und Turnschuhe. Es ist Streetfood Thursday, und durch die Hallen schieben sich der Hitze zum Trotz sehr viele, auffallend junge Menschen, die schwäbische Maultaschen genauso essen wie japanische Feinkost oder peruanische Pizza und eben Austern. Daran mag auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches sein, wäre da nicht diese Selbstverständlichkeit, mit der der Genuss, der bisweilen einen stolzen Preis hat, zelebriert wird. Trotz der Begeisterung fürs Essen, trotz Foodie-Culture und Food-Porn im Internet, trotz Burger-Läden, die abenteuerlich gestapelte „Edel-Burger anbieten und so durchdesignt sind, als wollte man sie für ein Hochglanzmagazin fotografieren, vermutete man junge, austernessende Männer bislang eher auf Sylt als in Berlin-Kreuzberg.

Das erste Getränk war eine Mischung aus Blattsalat, Gurke, gefrorener Banane, Birne, Zimt und Jake-Pulver. Geschmacklich war es top, der Süßstoffgeschmack verschwindet fast ganz und zurück bleibt eine sehr angenehme Vanille-Note. Auch von der Konsistenz her konnte der Shake überzeugen.

Erfolg hilft im Leben wie Medizin, kann aber auf die Länge unerwünschte Nebenwirkungen haben. Negativ wird der Erfolg, wenn wir seinetwegen nicht mehr zur Ruhe kommen oder glauben, dass der Blick der anderen uns Identität verleiht. Oder wenn wir verlernen zu kochen und nur noch ins Restaurant gehen. Erfolg ist Rückenwind, aber man sollte nicht auf ihn vertrauen und stets kräftig rudern. Wenn dann der Wind kommt, umso besser. Erfolg sollte ein Unfall der Arbeit sein.

Spätestens seit den Sechzigern ist selbst Forschern klar, dass Kalorien sich nicht einfach zählen lassen wie Murmeln und dass es vermutlich eher auf die Art der Nahrung ankommt als auf die bloße Kalorienmenge. Diesen Schluss zog auch Robert Atkins, eigentlich ein Kardiologe, der aber in jungen Jahren selbst an starkem Übergewicht litt und sich deshalb einer wissenschaftlich recht neuen Diät unterwarf, die hauptsächlich aus pflanzlichem Fett und tierischem Eiweiß bestand ( Gordon & Goldberg & Chosy, 1963 ). Die Kohlenhydratzufuhr dagegen wurde streng limitiert und auf Gemüse und Obst beschränkt. Atkins war von seinem Gewichtsverlust derart begeistert, dass er die Menschheit schließlich mit einer eigenen Version dieser Diät beglückte. Das Konzept: Vergesst die Kalorienzählerei, aber vergesst auch Brot, Nudeln, Frühstücksflocken und Zucker.

Top